Business Development in der HotelTech-Branche - mit Cora Le Marec von Revinate
mit Cora Le Marec
Eine CDP, Customer Data Platform, ist das Datenfundament, auf dem moderne Hotelmarken Personalisierung, Direktbuchung und Gästeerlebnis aufbauen. Ohne CDP bleibt vieles Bauchgefühl.
3 Folgen zu CDP
Wenn von einer CDP gesprochen wird, ist eine Customer Data Platform gemeint. Eine CDP ist keine Marketing-Plattform, kein Newsletter-Tool und auch kein CRM-Ersatz. Sie ist die Datenschicht, in der alles über deine Gäste zusammenläuft, was du legal und sinnvoll sammeln kannst: Buchungen aus dem PMS, Verhalten auf der Website, Klicks in der Booking Engine, Reaktionen auf E-Mails, Service-Requests, Bewertungsdaten, Loyalty-Status.
Eine CDP konsolidiert diese Datenpunkte zu einem einzigen, eindeutigen Gästeprofil. Genau das ist der Punkt, an dem viele Hotels heute hängen. Sie haben Daten in fünf bis zehn Systemen, aber kein konsistentes Bild der Person, die dahinter steht. Eine CDP löst genau dieses Problem.
Hotellerie ist eine extrem datenreiche Branche. Jeder Aufenthalt produziert Buchungs-, Verhaltens-, Service-, Zahlungs- und Feedbackdaten. Trotzdem ist es oft erstaunlich schwer, eine einfache Frage zu beantworten: Wer ist mein wertvollster Gast und wann buche ich ihn am besten erneut an? Eine CDP macht genau das möglich. Sie schließt die Lücke zwischen operativen Systemen wie PMS und Booking Engine und der Marketing- und Sales-Welt.
Eine gut aufgesetzte CDP gibt dir die Grundlage, um Direktbuchung zu pushen, ohne mit der Gießkanne zu kommunizieren. Du kannst Segmente bilden, die wirklich tragen, nach Saison, Anlass, Wertbeitrag, Wohnort, Buchungsvorlauf. Und du kannst Personalisierung auf der Buchungsstrecke ausspielen, weil deine CDP weiß, wer da gerade klickt.
In den Folgen zu diesem Thema gehen wir bewusst darauf ein, wo CDP, CRM und PMS auseinanderlaufen. Das PMS ist deine operative Datenbank für den Aufenthalt. Das CRM ist deine Kommunikations- und Beziehungsebene. Die CDP ist die übergreifende Profil-Schicht, die beides verbindet und um Verhaltens- und Onsite-Daten ergänzt. Wer diese drei Bausteine sauber zuordnet, trifft deutlich bessere Tool-Entscheidungen.
Wichtig: Eine CDP ist kein Lifestyle-Projekt. Sie ist eine strategische Investition. Sie braucht ein klares Zielbild, saubere Datenquellen und ein Team, das versteht, was es mit den Daten anfangen will. Erst dann zahlt sich die CDP in messbaren Direktbuchungs- und Stammgasteffekten aus.
Nicht jedes Haus braucht sofort eine CDP. Ein einzelnes Privathotel mit klarer Stammgastlogik kommt oft mit einem starken CRM und einem sauber gepflegten PMS sehr weit. Sobald du aber mehrere Marken, mehrere Häuser, mehrere Quellen oder einen ernsthaften Direktvertriebs-Anspruch hast, wird die CDP zum Hebel. Spätestens dann, wenn du Personalisierung, KI-Kampagnen oder Predictive Pricing seriös fahren willst, kommst du an einer CDP nicht mehr vorbei.
Die Hospitality-PeppTalk-Folgen zu diesem Thema nehmen dich genau auf diese Reise mit: von der grundsätzlichen Frage „brauche ich das?" über die Auswahlkriterien und die Anbindung an dein PMS bis zur Frage, welche Use-Cases als Erstes echten ROI liefern.
Für Geschäftsführer, Commercial Directors, CRM- und E-Commerce-Verantwortliche und IT-Leitungen mittelgroßer und großer Hotelorganisationen. Auch für Marken, die mit mehreren Marken, mehreren PMS-Instanzen oder mehreren Vertriebskanälen arbeiten und endlich ein konsistentes Gästebild aufbauen wollen.
Wenn du gerade selbst evaluierst, ob eine CDP für deine Organisation passt oder welche Reihenfolge in der Tool-Auswahl sinnvoll ist, geben dir diese Folgen einen ehrlichen, praxisnahen Blick.
mit Cora Le Marec
mit Marcel Stiller
mit Franziska Dingel
Häufige Fragen zu CDP
Die Customer Data Platform ist Schwerpunkt in Folge 16 (CDP in der Hotellerie mit Marcel Stiller von TrustYou) und taucht als Querschnittsthema in Episoden zu CRM und Personalisierung auf.
Zu Wort kommt unter anderem Marcel Stiller (TrustYou), der erklärt, wie eine CDP in der Hotellerie konkret eingesetzt wird — von der Datenkonsolidierung über Personalisierung bis zur Direktbuchung.
Drei Take-Aways: Erstens — eine CDP ist kein Marketing-Tool, sondern eine Datenschicht. Zweitens — ohne klares Zielbild und saubere Datenquellen wird sie zur teuren Spielerei. Drittens — der ROI zeigt sich über bessere Direktbuchung und weniger Streuverluste in der Kommunikation.
Vereinfacht: Die CDP konsolidiert First-Party-Daten zu eindeutigen Profilen, das CRM nutzt diese für Kommunikation und Beziehung, die DMP arbeitet überwiegend mit anonymisierten Third-Party-Daten für Werbeaussteuerung. Eine ausführliche Definition aller Begriffe findest du im JF-Hospitality Glossar.
Sobald du mehrere Marken, mehrere Häuser oder mehrere Datenquellen sauber zusammenführen willst. Für ein einzelnes Privathotel ist ein starkes CRM oft der pragmatischere erste Schritt.