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#19

Custom Booking Engines, wann sie sich lohnen und was Out of the Box oft nicht schafft. Mit Stefan Elsner von Workmatrix.

mit Stefan Elsner

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Willkommen im neuen Jahr und ja, wir starten direkt mit einem Thema, das oft unterschätzt wird, am Ende aber über ganz reale Umsätze entscheidet: deine Booking Engine und wie sie sich mit deiner Website anfühlt. Nicht theoretisch, nicht „klingt nett“, sondern so, dass Gäste durchkommen, ohne zu stocken, ohne zu zweifeln, ohne an irgendeinem Punkt zu denken „hä, was soll ich jetzt tun“. Genau da passieren nämlich die stillen Abbrüche. Ganz ohne Drama. Einfach Klick weg.

Dafür ist Stefan Elsner zu Gast, Geschäftsführer von Workmatrix und jemand, der seit Jahren genau an dieser Schnittstelle arbeitet: Website Experience, Buchungsstrecke, Tech Stack und die komplette Customer Journey drumherum. Wir sprechen darüber, warum das Ziel nicht ist, Gäste mit Features zu beeindrucken, sondern ihnen die Entscheidung leicht zu machen oder noch besser, sie gar nicht erst nachdenken zu lassen. Denn wenn die Buchungsentscheidung eigentlich schon gefallen ist, dann sollte die Booking Engine nicht der Türsteher sein, sondern der Gastgeber, der die Tür aufhält, freundlich lächelt und dich einfach reinlässt.

Es geht um die Klassiker, die trotzdem immer wieder ignoriert werden: Mobile First, aber mal ehrlich gedacht, nicht nur „responsive“, sondern wirklich passend zum Gerät. Multilanguage, aber ohne sich ein Übersetzungsmonster ins Haus zu holen, das niemand fortlaufend pflegt. Tracking, DSGVO und warum „die Booking Engine bringt schon was mit“ oft genau die Probleme erzeugt, die später keiner sauber auflösen kann. Dann natürlich Payment, Prozesse und Automatisierung, also die unspektakulären Dinge, die im Alltag plötzlich sehr spektakulär werden, wenn es knallt.

Spannend wird es auch bei der Frage, wann „Custom“ wirklich Sinn macht. Nicht als Prestigeprojekt, sondern weil bestimmte Konzepte und Hotelmodelle mit Standardlösungen einfach nicht sauber abbildbar sind. Stefan gibt Einblicke, wie man Systeme so denkt, dass Wechsel im Tech Stack, zum Beispiel beim PMS, nicht zur Vollkatastrophe werden. Dabei wird schnell klar, warum Architekturfragen, CRS, PMS Anbindung und Abstraktionslayer plötzlich mehr mit deinem operativen Stresslevel zu tun haben, als man am Anfang glaubt.

Ein Highlight ist der Blick auf Personalisierung, nicht als Buzzword, sondern als pragmatische Segmentierung: Wer bucht wann, wie lange, mit welchem Anlass und welche Zimmer, Add ons oder Raten sollten dann wirklich vorne stehen. Wichtig ist dabei die Haltung: CRM ist hilfreich, klar, aber es ist nicht die einzige Eintrittskarte. Man kann schon vorher sinnvoll steuern, testen und lernen, ohne dass man sich erst ein Mammutprojekt auflädt.

Und dann ist da noch dieser kleine Perspektivwechsel, der alles zusammenbindet: Website und Booking Engine sind keine zwei Produkte, die zufällig nebeneinander existieren, sie sind ein einziger Weg. Wenn der Gast auf der Website inspiriert wird, dann darf es beim Klick Richtung Buchung nicht plötzlich anders wirken, anders sprechen oder anders führen. Genau diese Nahtlosigkeit ist oft der Unterschied zwischen „ich schau mal“ und „ich buche jetzt“.

Kurz gesagt, diese Folge ist für alle, die Direktbuchungen ernst meinen und die Website plus Booking Engine nicht als zwei Welten betrachten wollen, sondern als eine einzige Experience, die sich für Gäste einfach richtig anfühlt. Ideal zum Mitdenken, zum Abgleichen mit deinem Setup und zum Planen der nächsten Schritte, damit aus Interesse am Ende auch wirklich Buchung wird.